--- key: wissen-festhalten title: "Wissen festhalten: schreiben mit Assistenz" --- # Wissen festhalten: schreiben mit Assistenz Wissen festzuhalten heißt in Pablan: Du schreibst das Dokument selbst, und das Modell hilft dir beim Formulieren. Du musst nicht wissen, wie man sauber gliedert — die Dokumentationsart gibt dir ein Gerüst aus Überschriften vor, und du füllst es in deinen eigenen Worten. ## Ablauf 1. **Dokumentationsart wählen.** Über "Wissen festhalten" erscheint die Liste der verfügbaren Arten. Jede Art ist ein Markdown-Gerüst mit den Überschriften, die zu dieser Art gehören — und die Überschriften sind genau die Fragen, die eine Kollegin dir stellen würde: - **Ablauf: wie wir das machen** — wann das gilt, Schritt für Schritt, wenn es klemmt, wer zuständig ist. - **Störung: was los war und was geholfen hat** — für die Nachbereitung, solange es frisch ist. - **Über dich: Rolle und Ansprechbarkeit** — dein eigenes Dokument, siehe "Kolleg:innen und dein Profil". - **Notiz: einfach aufschreiben** — bewusst ohne Gerüst, wenn du schon weißt, was du sagen willst. Je nach Unternehmen kommen weitere Arten dazu; das legt die Administration fest. Startest du das Festhalten aus einem Chat heraus, zeigt Pablan dir zusätzlich passende bestehende Dokumente an — so kannst du ein vorhandenes Dokument erweitern, statt neu anzufangen. 2. **Schreiben.** Es öffnet sich ein geteilter Editor. Links schreibst du das Dokument — direkt in Markdown, entlang der vorgegebenen Überschriften. Du musst nichts einleiten und in keiner bestimmten Reihenfolge vorgehen. 3. **Vorschlag übernehmen.** Machst du beim Tippen eine kurze Pause, schlägt Pablan rechts eine ausformulierte Fassung des Abschnitts vor, an dem du gerade schreibst — aus deinen Stichworten wird reifer Text, ohne dass Fakten dazukommen. **Übernehmen** ersetzt den Abschnitt links durch den Vorschlag. Danach schreibst du weiter; sobald genug neuer Text steht, kommt der nächste Vorschlag. 4. **Speichern.** Unten rechts sitzt **Speichern**. Bevor gespeichert wird, zeigt Pablan dir eine übersichtliche Zeilen-Ansicht — wie in einem Code-Editor: was hinzugekommen, was geändert und was entfernt wurde. So siehst du genau, was du seit dem letzten Stand geändert hast, und kannst immer noch abbrechen. Darüber steht der **Titel** zum Ändern — hier fällt einem auf, wenn das Dokument noch den Namen der Vorlage trägt. Über das Sternchen daneben schlägt Pablan dir einen Titel aus dem Inhalt vor. Das gilt genauso, wenn du ein bestehendes Dokument überarbeitest. 5. **Veröffentlichen.** Solange du nicht veröffentlichst, gehört der Entwurf nur dir. Veröffentlichen ist deine eigene Entscheidung und ein Klick — im Speichern-Dialog als **Speichern und veröffentlichen**, auf der Dokumentenseite oder direkt von der Startseite aus, die dir deine nicht veröffentlichten Entwürfe anzeigt. Danach bestätigt dir Pablan, dass dein Wissen festgehalten ist, und bietet dir an, es prüfen zu lassen. 6. **Prüfen lassen, wenn du unsicher bist.** Du kannst jederzeit eine Kollegin oder einen Kollegen bitten, das Dokument anzusehen, und dazuschreiben, worum es geht — zum Beispiel "Stimmt das so mit den 14 Urlaubstagen?". Mehr dazu unter "Dokumente, Sichtbarkeit und Prüfung". ## Der Vorschlag rechts Der Vorschlag betrifft immer nur den Abschnitt, an dem du gerade schreibst — nicht das ganze Dokument. Das hält lange Dokumente übersichtlich und die Vorschläge schnell. - Der Vorschlag erscheint, während du eine Pause machst, und baut sich Wort für Wort auf. Tippst du weiter, bricht er ab — du unterbrichst also nichts. - **Übernehmen** überschreibt genau diesen einen Abschnitt links. Was du an anderer Stelle geschrieben hast, bleibt unangetastet. - Nach dem Übernehmen kommt der nächste Vorschlag erst, wenn du wieder genug Neues geschrieben hast. So drängt sich die Assistenz nicht auf. Du entscheidest jederzeit, ob du einen Vorschlag übernimmst oder bei deiner eigenen Formulierung bleibst. Das Dokument links ist immer die Wahrheit — der Vorschlag rechts ist nur ein Angebot. ## Wenn keine Art passt Dann nimm **Notiz: einfach aufschreiben**. Die hat bewusst gar kein Gerüst: Du fängst mit einem leeren Dokument an, schreibst in deinen Worten, und Pablan formuliert Abschnitt für Abschnitt mit. Überschriften setzt du selbst, wo du sie brauchst. ## Was mit dem Entwurf passiert Unter dem Editor steht, woran du bist: ein neuer Entwurf, der beim Verlassen verworfen wird, solange du nichts geschrieben hast — ein Entwurf, den nur du siehst — oder die Uhrzeit des letzten Speicherns. Läuft gerade kein Sprachmodell, sagt Pablan das einmal und stellt die Vorschläge still, statt es alle paar Sekunden erneut zu versuchen. Schreiben kannst du normal weiter; über **Jetzt erneut versuchen** holst du die Vorschläge zurück, sobald der Endpunkt wieder läuft. Im Editor änderst du Titel und Text. **Wer das Dokument sehen darf**, stellst du in der Dokumentansicht ein — dort, wo du es auch mit weiteren Abteilungen teilst. Das ist die Entscheidung der Autorin: Wer nur um eine Prüfung gebeten wurde, darf den Text korrigieren, aber nicht die Sichtbarkeit ändern. Was du schreibst, ist von Anfang an das Dokument, nicht eine Vorschau davon. Es gehört zunächst nur dir und taucht in keiner Suche auf — auch dann nicht, wenn du es tagelang liegen lässt. Erst wenn du veröffentlichst, wird es im Rahmen der eingestellten Sichtbarkeit gefunden. Vorher wie nachher kannst du Titel, Text und Sichtbarkeit frei ändern. Verlässt du den Editor mit ungespeicherten Änderungen, sichert Pablan sie im Entwurf, damit nichts verloren geht. Ein Gerüst, in das du nie etwas geschrieben hast, wird stattdessen verworfen — so sammeln sich keine leeren Entwürfe an.